Alkohol ist in vielen Ländern ein gesellschaftlich akzeptiert Konsumgut. Viele Menschen trinken regelmäßig Bier, Wein, Mischgetränke oder Spirituosen. Manche Menschen konsumieren Alkohol aber zu oft oder in zu großen Mengen. Das kann sowohl zu gesundheitlichen als auch sozialen Problemen führen.
Das ICD-11 (Diagnosesystem der Weltgesundheitsorganisation WHO) definiert die folgenden durch Alkohol verursachten Krankheitsbilder:
Schädlicher Gebrauch von Alkohol
Schädigung der eigenen Gesundheit (körperlich oder psychisch) oder Schädigung der Gesundheit anderer (z.B. aggressives Verhalten gegen andere). Dazu gehören auch Verletzungen, die auf das Verhalten aufgrund des Alkoholkonsums zurückzuführen sind.
Alkoholabhängigkeit
Dabei handelt es sich um wiederholten episodischen oder kontinuierlichen Gebrauch von Alkohol, der mit den folgenden typischen Aspekten einhergeht: verringerte Kontrolle über den Alkoholkonsum, zunehmende Priorisierung des Alkoholkonsums gegenüber anderen Aspekten des Lebens (z.B. Arbeit, Beziehungen, Gesundheit), Erhöhung der konsumierten Alkoholmenge, Entzugserscheinungen nach Verringerung der Alkoholmenge.
Alkoholintoxikation
Zu den Symptomen einer Vergiftung mit Alkohol können gehören: unangemessenes oder aggressives Verhalten, Stimmungsschwankungen, Beeinträchtigung des Urteilsvermögens, Störung der Aufmerksamkeit, verminderte Koordination, unsicherer Gang und undeutliche Sprache. Bei schweren Vergiftungen kann es auch zu Bewusstseinstrübungen oder Koma kommen. Es kann bis zu Beeinträchtigungen der Atmung und Herzrhythmusstörungen kommen, die letztlich zum Tod führen können.
Alkoholentzug
Zu den Symptomen des Alkoholentzugs können gehören: Zittern der Hände, Übelkeit, Bluthochdruck, Schwitzen, Angstzustände und Unruhe, vorübergehende Halluzinationen und Ablenkbarkeit. Fallweise können bei einem Alkoholentzug auch epileptische Anfälle auftreten. Die Entzugssymptome beginnen meist etwa 6-12 Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum. Sehr selten kann ein sogenanntes »Delirium tremens« entstehen, das mit Verwirrtheit, Wahn und anhaltenden Halluzinationen einhergeht. Wenn ein Delir bei Alkoholentzug nicht behandelt wird, geht es mit einer stark erhöhten Sterblichkeit einher.